Archiv der Kategorie 'antimilitarismus'

gegen burschenschaften in münchen und überall – 16.07.2011

Burschenschaftliche Anfänge

Der Burschenschaftsgedanke hat eine lange nationalistische Geschichte, die bis ins frühe 19te Jahrhundert zurückreicht. Bezeichnender Weise diente schon der 1815 gegründeten Urburschenschaft „Ehre, Freiheit, Vaterland“ als Motto. Damit ging die Idee eines geeinten „Großdeutschland“ einher. Die „Urburschenschaft“ bestimmte, dass nur ein „Deutscher“ und „Christ“ Burschenschaftler werden könne. Die Idee der „großdeutschen Nation“ war schon damals mit Antisemitismus gekoppelt. (mehr…)

aufruf zum queer_feministischen block am 16.07.2011

Bash Back – gegen den Festkommers der Burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG)
Den deutschen Normalzustand angreifen – Männerbünde auflösen!

Gegen den Burschenschaftskommers der Burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG) im Sudetendeutschen Haus rufen wir zu einer queer-feministischen und antifaschistischen Demonstration auf. Burschenschaften fühlen sich als „männliche Elite“ Deutschlands, die sich durch sozialchauvinistische, rassistische, antisemitische und sexistische Ausschlüsse definiert. Burschenschaften sind totalitäre Männerbünde, die von ihren Mitgliedern lebenslange „Treue“ , „Ehre“ und das Bekenntnis zum „deutschen Vaterland“ einfordern. (mehr…)

Siko – 2011

Mehr als nur ein Nebensatz.
Warum es keine emanzipatorische Antikriegspolitik ohne Antisexismus geben kann

Mit diesem Text möchten wir auf eine Thematik aufmerksam machen, die in antimilitaristischen Zusammenhängen selten Platz findet. Auch in der Mobilisierung gegen die NATO- Sicherheitskonferenz in München spielen antisexistische und feministische Aspekte nur in Nebensätzen eine Rolle.

Für uns bedeutet emanzipatorische Antikriegspolitik immer auch, die vorherrschende Geschlechterordnung und patriarchale Strukturen mit einzubeziehen und anzugreifen.
Kriegsmobilisierung, Drill und militärisches Selbstverständnis funktionieren nur mit dem Rückgriff auf strenge Hierarchien und eine Rollenzuweisung in ein Oben und Unten. Durch die Militarisierung einer Gesellschaft wird so die bipolare Geschlechterhierarchie verstärkt. Männern* zugeschriebene Eigenschaften wie Härte, Disziplin und Autorität sind im Militär institutionalisiert. (mehr…)