VERDAMMT (,) NOCHMAL!



VERDAMMT (,) NOCHMAL!
Donnerstag, 17.11. – 20:00Uhr
Christine K.
+Workshop
„Kontingente Höhepunkte“

Samstag, 19.11. – 18:30Uhr
[ANA]
‚Autonome Neuköllner Antifa‘
+Workshop
„Sexismus? Gibts bei uns nicht!?“
Sookee
+Workshop
„Männlichkeitsentwürfen und (Hetero-)Sexismus im deutschsprachigen Rap.
Der Input gibt einen Einblick in die Entstehung, Potentiale und Aspekte von Rap.“
+Konzert (nach den Workshops)

Achtung, neues Datum! Der Workshop findet am Samstag, den 03.12. um 14:00Uhr im Kafe Marat statt.
asab_m
‚antisexistisches aktionsbündnis münchen‘
+Workshop
„Definitionsmacht & Zustimmungskonzept“

„Verdammt, nochmal!“

„Da war noch was“ war zuerst als Motto für die Veranstaltungsreihe gedacht. Damit wäre zwar widergespiegelt worden, welche Stellung die Auseinandersetzung mit Sexismus hat: Zwischen Lohnarbeit, Ausbildung, Orgastress, Kochen und auf Demos gehen wird sie viel zu oft zum Randthema. Allerdings wird „Da war noch was“ unserer Wut auf die patriarchalen Verhältnisse bei weitem nicht gerecht – die sexistischen Zustände müssen immer bekämpft werden, immer wieder und überall!

Und deshalb: Verdammt, nochmal!

Sei’s in unseren Beziehungen, in der Schule, in der Arbeit, oder durch die kompromisslose Einteilung in die zwei Geschlechter „Mann“ und „Frau“ – Sexismus findet auf verschiedensten gesellschaftlichen und staatlichen Ebenen statt. Antisexistische Praxis&Theorie kann es nicht geben, ohne dass wir auch unsere eigenen Sexismen hinterfragen und reflektieren. Denn auch in linken Zusammenhängen wirken ausgrenzende Mechanismen, wie zum Beispiel ein „typisch männlicher“ Habitus.
Wir haben uns dafür entschieden, nicht mit Vorträgen zu arbeiten, in denen eine Person über den anderen thront und rein frontal Inhalte vermittelt. Stattdessen wollen wir gemeinsam Positionen erarbeiten, Bestehendes hinterfragen und diskutieren. Die Veranstaltungen erfordern kein besonderes Vorwissen.

Wir freuen uns auf euch!
Bei allen Veranstaltungen wird es kühle Getränke und Vokü zu den gewohnt günstigen Preisen geben. Alle Workshops könnt ihr kostenlos und ohne Anmeldung besuchen.

aka_muc

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Kontingente Höhepunkte
– ein Workshop über Sexualität, Orgasmen und Geschlechtsidentitäten
Christine K.

Die herrschende Norm zur Sexualität ist heute, dass „es“ Spaß machen soll, und zwar allen
Beteiligten. Das ist ja – gerade im historischen Vergleich – erstmal keine schlechte Sache, sondern, gemessen an früheren Normen (bspw. Sexualität soll vor allem der Fortpflanzung dienen) grundsätzlich eine begrüßenswerte Entwicklung. Dass an diese Norm allerdings genauso wie an früheren auch Machtprozesse anknüpfen, die viel dazu beitragen, das herrschende Geschlechterverhältnis zu stabilisieren oder sogar es mit hervorbringen, ist aber auf den ersten Blick nicht so sichtbar. In diesem Workshop wollen wir nach einer kurzen theoretischen Einführung zu Sexualität und Macht anhand von Texten über den Orgasmus quasi lernen, mit einem kritischen Blick auf den Sexualitätsdiskurs diese Machttechniken zu erkennen.

Referentin ist eine Aktivistin aus München. Der Workshop findet am Donnerstag, den 17.11.2011 um 20:00h im Kafe Marat statt.

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„Sexismus? Gibts bei uns nicht!?“
autonome neuköllner antifa

Auch wenn das Repertoire des sogenannten Selbstlabelings der Linken
Szene in den letzten Jahren um den Begriff des Antisexismus erweitert
worden ist, können wir immer wieder feststellen, dass dies kaum
Konsequenzen für die eigene Politische Praxis bedeutet. Sexismus, offen
oder chiffriert, tritt immer wieder in unterschiedlichsten Formen zu
Tage, nicht zuletzt in Räumen und sozialen Konstellationen, die als
eigentlich save gelten. Um den Mythos des Freiraums und oder der ach so
reflektierten Gruppe erhalten zu können, werden sexuelle Übergriffe auch
mal kleingeredet oder negiert. Diese Zustände nehmen wir zum Anlass, uns
einmal eingehender mit den Ursachen dieser Missstände zu beschäftigen und
uns über mögliche Tipps zu Verhaltensweisen und reflektierenden Methoden
auszutauschen.

Referieren werden Vertreter_innen der Autonomen Neuköllner Antifa (ANA)
Der Workshop findet am Samstag, den 19.11.2011 im Kafe Marat statt.

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„Schwule Rapper, es wird Zeit, dass wir Tacheles sprechen…“
Sookee

Männlichkeitsentwürfen und (Hetero-)Sexismus im deutschsprachigen Rap.
Der Input gibt einen Einblick in die Entstehung, Potentiale und
problematischen Aspekte von Rap. Aufbauend auf Theorien zur Konstruktion
von Geschlecht und aus der kritischen Männerforschung wird der
Zusammenhang von Männlichkeitsentwürfen und (hetero-)sexistischen Images
und Performances im deutschsprachigen Rap thematisiert. Hierbei geht der
Input vor allem auf sprachliche Mechanismen ein, diskutiert die
Verquickung von Gewalt und Sexualisierung und setzt sich mit dem Aspekt
der Mehrdeutigkeit auseinander: Wie sind Männlichkeitsvorstellungen und
(hetero-)sexistische Lines in Rap-Texten einzuordnen? Lassen sie sich
alle eins zu eins übersetzen oder handelt es sich um bloße Ironie?
Welche Rolle spielen hier rassistische Diskurse der
Mehrheitsgesellschaft? Abschließend geht es um den Umgang mit den
angesprochenen Rappern (es sind ausschließlich Männer) in der medialen
Öffentlichkeit und um die Frage, wie auf die genannten Phänomene
reagiert werden kann.

Der Workshop findet am Samstag, den 19.11.2011 im Kafe Marat statt. Referentin: Sookee

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Definitionsmacht & Zustimmungskonzept
antisexistisches aktionsbündnis münchen

Mit dem Workshop zum Thema „Definitionsmacht&Zustimmungskonzept“ wollen wir die Basis für eine antisexistische Praxis schaffen. Um einen Umgang mit sexualisierten Übergriffen zu finden, braucht es ein Umfeld des Vertrauens und der Solidarität.
Während des Workshops wollen wir anhand eines Textes gemeinsam erarbeiten, ob und wie Definitionsmacht umgesetzt werden kann, uns aber auch überlegen, wie Grenzverletzungen verhindert werden können.

Wenn ihr Fragen zu Inhalten und Rahmen des Workshops habt, könnt ihr euch gerne an
uns wenden.
Wir freuen uns auf euch und eine konstruktive Auseinandersetzung!

Der Workshop findet am Samstag, den 26.November um 14:00h im Kafe
Marat statt und wird organisiert vom asab_m (antisexistisches aktionsbündnis
münchen).

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